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22.01.2010: Sportvideo 1/2010

Der fliegende Herminator

Im Februar finden in Vancouver und Whistler die olympischen Winterspiele statt. Auf einen Publikumsliebling werden die Fans aus aller Welt jedoch verzichten müssen: Hermann Maier hat seine Karriere zu Beginn dieser Saison beendet.


 

Der „Herminator“, der in seiner österreichischen Heimat den Status eines Volkshelden genießt, zählt zu den erfolgreichsten Skifahrern der letzten 20 Jahre. Zwei olympische Gold-, je eine Silber und Bronzemedaille, drei Weltmeistertitel, zwei zweite und ein dritter Platz sowie über 50 Weltcupsiege sind seine eindrucksvolle Bilanz.

Weltberühmt wurde er im Jahr seines Durchbruchs bei den olympischen Spielen von Nagano, als er im Abfahrtslauf der alpinen Kombination spektakulär stürzte. Bereits nach knapp 18 Sekunden hob der Österreicher ab und landete nach einem 40-Meter-Flug abseits der Piste im Tiefschnee. Maier blieb jedoch abgesehen von kleineren Blessuren wie durch ein Wunder unverletzt und fuhr drei Tage später die erste von zwei Goldmedaillen bei diesen Spielen ein.

 

 

Ein wenig wird die Wehmut also mitfahren, wenn es in Whistler um die Medaillen geht. Vor allem in Österreich wird man ihn wohl vermissen. Dabei hätte der 37-Jährige seine Karriere schon einmal fast beenden müssen. Bei einem schweren Motorradunfall verlor Maier beinah sein rechtes Bein. Der Herminator jedoch kämpfte sich wieder in die Weltspitze und konnte nur 13 Tage nach seiner Rückkehr in den Weltcup 2003 den Superriesenslalom in Kitzbühel gewinnen. Ein Sieg, der Maier viel bedeutet hat. Vielleicht sogar mehr als der Sieg in Nagano.

Text: Kevin Ritter

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