3:0 in Friedberg, 3:0 in Kempfenhausen

FREIBURG (zm). Falls jemand ein gutes Beispiel sucht, welche Dimension der Begriff Befreiungsschlag im Sport annehmen kann, bitteschön: Die Volleyballer sendeten am Wochenende ein mehr als vernehmbares Lebenszeichen in der zweiten Bundesliga Süd.
Erst gewannen sie mit 3:0 (25:16, 25:14, 25:13) beim TSV Friedberg, dann folgte ein ebenso deutliches 3:0 (25:13, 25:23, 25:16) beim VCO Bayern Kempfenhausen. Durch diese beiden Siege verließen die Freiburger die Abstiegsränge und kletterten mit 12:18-Punkten auf Tabellenplatz zehn – für das Selbstvertrauen im sportlichen Überlebenskampf könnte es zum Rückrundenstart kaum etwas Besseres geben.
Gegen Friedberg glückte den 1844-Spielern mal wieder ein ziemlich beanstandungsfreies Match. Viele hat es davon in dieser Saison noch nicht gegeben. „Wir haben gut aufgeschlagen, gut angenommen und den Gegner nie ins Spiel kommen lassen“, stellte Spielertrainer Wolfgang Beck zufrieden fest. In der Abwehr zeigten Julian Sadleder und Bernhard Steiert großes Reaktionsvermögen – und wenn dann noch der Gegenangriff verwandelt wird, gibt’s kaum Grund zur Kritik. „Wir haben unser Ding einfach durchgezogen“, sagte Beck.
Selbst als im dritten Satz Marcus Gensitz auf dem Fuß des (übergetretenen) Friedberger Zuspielers landete, umknickte und mit einer (leichten) Bänderdehnung ausgewechselt werden musste, kam kein Bruch ins Freiburger Spiel. Sascha Helwig ersetzt ihn nahtlos, Friedberg wirkte demoralisiert. „Wir waren einfach sehr konzentriert, die Stimmung war gut“, so Beck.
Auf diesem Level machten die Freiburger am Sonntag in Kempfenhausen einfach weiter. Johannes Stemmann ersetzte Tobias Vetter im Mittelblock, die bayerischen Internatler hielten bis zum 8:8 mit, dann zog Freiburg davon. Und als die Gäste im zweiten Satz einen 8:12-Rückstand aufholten, bei 21:20 erstmals in Führung gingen und den Durchgang einsackten, war der Widerstand der Gastgeber, die am Vortag in Dachau über fünf Sätze gegangen waren (2:3), gebrochen.
Auf dieser Leistung können die FT-Spieler aufbauen. Sie müssen es auch, schließlich ist die Gefahr im Abstiegskampf weiterhin groß. Dieses Wochenende sollte jedoch alle Zweifler widerlegen, die die Freiburger schon über dem Zenit wähnten und ihnen in dieser Saison nicht mehr viel zutrauten. „Wenn wir es schaffen, diese Leistung immer abzurufen“, folgert Beck, „dann können wir gegen viele Mannschaften in dieser Liga bestehen.“
Am kommenden Samstag haben die 1844-Akteure dazu beim VC Dresden Gelegenheit. „Das wird sicher um einiges härter“, schätzt Beck, doch warum sollte das Freiburger Hoch nicht auch bis in die Elbflorenz zum Tabellenachten durchschlagen? Kleines Handicap für 1844: Die Mittelangreifer Tobias Vetter (Beruf) und Martin Fröhlich (Umzug) werden voraussichtlich fehlen. Und dann ist da noch die schlimme Geschichte mit Jörg Binder:
Der Zuspieler zog sich am Freitag im Training beim Fußballspiel zum Warmmachen ohne Fremdeinwirkung eine schwere Knieverletzung zu. Erste Untersuchungen lassen das Schlimmste befürchten: unhappy triad. Danach wären das Kreuzband, das Innenband und der Meniskus schwer geschädigt. Noch steht die endgültige Diagnose aus, Binder wird jedoch mehrere Monate ausfallen, die Saison ist für ihn gelaufen.
Wir wünschen Jörg alles Gute und eine baldmögliche Genesung. Komm’ schnell wieder auf die Beine!
Nächstes Spiel:
Samstag, 23. Januar, 17.30 Uhr:
VC Dresden – FT von 1844
Nächstes Heimspiel:
Samstag, 30. Januar, 20 Uhr (Burdahalle):
FT von 1844 – SV Schwaig
Text: Pressemitteilung