26.02.2010: Zwei Sätze auf Augenhöhe

Die 1844-Volleyballerinnen unterliegen Stuttgart trotz guten Spiels letztlich deutlich mit 0:3. Als nächster Gegner kommt Aufstiegskandidat Villingen in die Burdahalle.
0:3 – das klingt nach einer sportlichen Ohrfeige, doch die Volleyballerinnen der FT von 1844 Freiburg verkauften sich in der Regionalliga beim Tabellenzweiten Allianz Volley Stuttgart II besser, als es das schlechte Satzergebnis vortäuscht. „In den ersten beiden Sätzen waren wir auf Augenhöhe“, sagt der Freiburger Trainer Gernot Oberbauer. „Erst im dritten Satz haben wir konditionelle Probleme bekommen.“ In Zahlen ausgedrückt lautete das Kräfteverhältnis aus 1844-Sicht: 25:27, 23:25, 13:25.
Tatsächlich hätten die Gäste dem Tabellenzweiten und klaren Favoriten mit ein wenig Glück durchaus zusetzen können. Im ersten Satz hatte Freiburg gar zwei Satzbälle, die Stuttgart jedoch souverän abwehrte und selbst seine eigene erste Chance entschlossen nutzte. Auch im zweiten Durchgang hielt der Tabellenvierte die Partie bis in die Schlussphase offen, am Ende entschieden ein, zwei Ballwechsel zugunsten der Stuttgarterinnen, die anschließend ihr großes Plus ausspielten: „Stuttgart konnte praktisch eine gleichwertige zweite Sechs aufs Feld schicken, während bei uns die Kräfte erlahmten“, stellte Oberbauer fest.
Die Freiburgerinnen konnten ihre körperlichen Defizite nun nicht mehr übertünchen. Die Mittelangreiferinnen Iris Oberle (Knie) und Sonngrit Böhme (Rücken), Zuspielerin Simone Müller (Fuß) und Libero Helena Orvalho (Fuß) mussten angeschlagen spielen, da konnte auch eine Blanca Eckert, die in den ersten beiden Sätzen herausragte, nicht mehr dagegen halten. Für Leonie Müller (Skifahren) zeigte Beatrix Funke im Diagonalangriff eine gute Leistung.
Am Samstag gegen Ex-USC-Trainer Lukaschek
Innerhalb von acht Tagen stehen die Freiburgerinnen gleich beiden Titelkandidaten gegenüber. Wobei dem Spitzenreiter TV Villingen, der am Samstag um 16 Uhr in der Burdahalle gastiert, der Meistertitel in der Regionalliga wohl kaum noch zu nehmen sein wird. Die Baaremerinnen haben erst eine Saisonpartie verloren, vier Punkte Vorsprung auf Stuttgart und inzwischen einen Kader beisammen, um den sie etliche Zweitligisten beneiden. Allen voran natürlich Karla Borger, die bei Stuttgart Leistungsträgerin in der ersten Bundesliga war. Doch um in den fest gebuchten Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga bestehen zu können, haben die Villingerinnen kurzfristig noch mal eingekauft und die US-Amerikanerin Erica Short verpflichtet. „Wir wollen Villingen ärgern, so gut es geht“, gibt Trainer Oberbauer vor. „Die eine oder andere Spielerin entwickelt da auch persönlichen Ehrgeiz.“ Schließlich spielten Leonie Müller, Blanca Eckert oder Stefanie Ajayi unter dem aktuellen Villinger Trainer Michail Lukaschek bei den USC Freiburg Chili Peppers in der zweiten Bundesliga. 1844 Freiburg wird voraussichtlich in Bestbesetzung dem Tabellenführer auf den Zahn fühlen können.
Nächstes Spiel:
Samstag, 27. Februar, 16 Uhr (Burdahalle)
FT von 1844 Freiburg – TV Villingen
Text: Pressemitteilung